Celenus Klinik an der Salza Gebäude

Auch in Krisenzeiten sichern wir die Versorgung unserer Patienten

COVID-19 verändert auch den Alltag in den medizinischen Reha-Einrichtungen. Sie müssen sich neuen Herausforderungen stellen, die Qualität der Versorgung in ungewissen Zeiten sichern, notwendige Maßnahmen einführen, ohne bei den Patient*innen Panik zu erwecken. Die tägliche Arbeit muss unter vollkommen neuen Bedingungen ablaufen. Wie das gelingen kann, und wie für Patient*innen gleichzeitig ein erfolgreicher und angenehmer Aufenthalt ermöglicht werden kann?

Davon berichtet Frau Anke S. (45 J.), orthopädische Rehabilitandin in unserem Haus. In einem Interview gibt sie einen Einblick, wie sich die medizinische Rehabilitation in der CELENUS Klinik an der Salza für die Patient*innen durch die Corona-Pandemie verändert hat.

Fühlen Sie sich in unserer Klinik wohl und gut aufgehoben?

Auf alle Fälle. Ich habe für mich selbst die Entscheidung getroffen, meine Rehabilitation in Bad Langensalza wie geplant durchzuführen. Ich bin anfangs natürlich mit gemischten Gefühlen hierhergekommen und habe mich vorab informiert, auch von Seiten der Klinik, ob das in der aktuellen Situation geht. Für mich als Patient empfinde ich es durch die Corona Krise jetzt sogar noch angenehmer: Es ist nicht so voll, die Therapien finden teilweise in kleinere Gruppen statt. Ansonsten laufen alle Therapien noch, und ich als Heilpädagogin und Physiotherapeutin weiß ja, wie wichtig diese sind. Also das ist alles super.

Was hat sich verändert seit Beginn Ihres Aufenthaltes?

Eigentlich nicht viel, die meisten Maßnahmen waren bei Beginn meiner Reha schon im Gange. Mittlerweile sind weniger Patienten da, für mich hat sich das wie gesagt verbessert, ich genieße die Ruhe. Außerdem haben sich die Essenszeiten geändert, so habe ich beim Essen mehr Zeit. Anfangs gab es zwei Essenszeiten, man musste dann seinen Tisch für die nächsten Patienten freigeben. Jetzt gibt es diese Aufteilung nicht mehr, auch keine festgelegten Tische mehr und dadurch mehr Platz. Am Wochenende gibt es für das freie Training jetzt feste Zeiten und es dürfen nur maximal 10 Patienten zeitlich versetzt ins MTT. Ansonsten hat sich in dieser Zeit nichts weiter verändert.

Gesundheitlich hat sich bei mir aber einiges verbessert, das merkt man jede Woche.

Welche Maßnahmen gegen Corona wurden getroffen, die Sie selbst merken?

Tischnachbarin und ich wollten am Anfang der Reha am Wochenende für einen Tag nach Hause, also nach dem Frühstück, das war dann leider nicht mehr möglich. Freies Schwimmen gibt es wegen der Abstandregelungen und Hygienemaßnahmen auch nicht mehr. Und die Essenszeiten sind wie gesagt geändert worden. Das ist alles gut organisiert, zum eigenen Schutz ist außerdem ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden.

Die Schwestern haben Sprechzeiten, und alle Pflegekräfte tragen Mundschutz. Das finde ich auch klasse, für mich sehe ich da eine klare Struktur.

Aber alle Maßnahmen sind gut in den Alltag integriert, es ist jetzt nichts, wo ich denke „um Gottes Willen“.

Fühlen Sie sich ausreichend geschützt?

Ja. Ich glaube, das liegt auch an einem selber, die Klinik hat genug Vorkehrungen zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter getroffen. Auch die Markierungen, wo man stehen kann, z.B. in der Essensschlange, sind sehr hilfreich. Das können manche Menschen nicht so gut einschätzen, wie viel 1,50m Abstand tatsächlich sind. Und nicht jeder denkt die ganze Zeit daran. Das ist ja vielleicht auch mal ganz gut, wenn man nicht ständig daran denkt, sonst würde man vielleicht Panik bekommen. Aber wenn sich jeder an die Maßnahmen und Vorgaben hält, sind alle ausreichend geschützt.

Was gefällt Ihnen insgesamt besonders gut in der Klinik?

Ich find die Lage ganz toll. Ich bin gestern durch Bad Langensalza gelaufen und war ganz überrascht, wie gepflegt und schön alles ist. Hier im Haus finde ich die Organisation und Struktur super. Alle sind nett und freundlich. Auch im Speisesaal sind alle sehr flott. Das Essen ist immer ausgewogen und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Damit kann man wirklich zufrieden sein.

Also ich habe wirklich Nichts auszusetzen. Klar hat auch mal einer einen schlechten Tag, aber das geht mir ja auch so als Mensch. Bald ist meine Anschlussheilbehandlung beendet und ich würde auf jeden Fall wieder kommen.

Interview: Josefine Born und Katja Laue mit Anke S. (orthopädische Patientin)

Das Bild zeigt den Zufahrtsbereich der Celenus Klinik an der Salza umgeben von Pflanzen